»8×15« – Das Folkwang-Nachwuchs-Showcase
Acht Acts, je 15 Minuten, null Kompromisse – so das Credo für die Übernahme des Callie’s im Rahmen des Pop-Kultur-Nachwuchsprogramms durch das Bochumer Institut für Pop-Musik der Folkwang Uni. Mit dabei bei »8×15« sind die Pop-Studierenden Tigrrez Punch, LOEA, Malu Kami, Mare Amadou, SCHÄFER, Leander, Anatole Buisson und JOHANNA ZEUL.
Noise, Ambient, Post-Club, Hyperpop, Hip-Hop – nicht als Zitate, sondern als Fragmente eines gegenwärtigen Sounds, der sich jeder eindeutigen Zuordnung entzieht.
Leander
Leander schichtet Zartheit über Melancholie: Auf seiner aktuellen EP »Still Life Of A Hand« öffnet sich sein introspektiver Sound – akustisch, elektronisch, fragil. Zwischen Genderfragen, Selbstreflexion und leiser Rebellion erklingt eine Stimme, die Raum schafft für Wehmut, Wandel und Wärme. Ein leiser Widerstand gegen alte Rollenbilder.
SCHÄFER
Modularsynths, Drones, filigrane Arpeggien: SCHÄFER zerlegt Klang in Strukturen, baut Mosaike aus Noise und Minimalismus. Der studierte Drummer Lukas Schäfer forscht solo zwischen Ambient und Clubästhetik, zuletzt auf der EP »Trails« sowie mit drei Beiträgen für die renommierte Compilation-Serie »Pop Ambient« von Kompakt Records.
Mare Amadou
Mare Amadou tanzt mit Sprache, Gitarren und einem brummenden Omnichord. Ihre Texte sind mehrdeutig, verspielt und melancholisch – inspiriert sind ihre Indie-Entwürfe unter anderen von Wir sind Helden, ok.danke.tschüss und Juli Gilde. Ihr kommendes Album verspricht emotionale Zwischentöne für Tagträumer*innen mit Pop-Sehnsucht.
Malu Kami
Malu Kami baut Welten aus Glitzer, Glitch und Gefühl. Zwischen Hyperpop, PC Music und Drain Gang schwebt er durch utopische Fantasieuniversen, in denen Autotune-Vocals von Hologrammen, Drachen und melancholischer Magie erzählen. Seine Songs sind mehrdimensionale Sound-Romane – süß, surreal, süchtig machend.
LOEA
LOEA komponiert Songs wie Theaterstücke: szenisch, poetisch, kompromisslos. Zwischen eruptivem Beat und flüchtiger Stimme entstehen Klangräume voll emotionaler Tiefe. Ihre Musik erzählt von inneren Kämpfen, patriarchalen Strukturen, Freundschaft und Aufbruch – ein cineastischer Soundtrack für innere Revolutionen.
Tigrrez Punch
Wütend, queer, poppig, politisch: Tigrrez Punch ist eine genre-sprengende Abrissbirne mit Rrrriot-Attitüde. Zwischen Trap, Pop und Punk wird der Bass zum Vorschlaghammer gegen Patriarchat und Klischees. Witzig, wild und empowernd – Moshpit und Zuckerwatte inklusive. Feministische Punchlines treffen tanzbare Clubhits mit Haltung.
Johanna Zeul
Johanna Zeul ist Liedermacherin mit außergewöhnlicher Bühnenpräsenz und Authentizität. Energie pur. Rhythmisch, wild, verrückt. Rock, Punk, Folk, Funk, ein kleines bisschen Comedy? Johanna Zeul passt in keine Schublade.
Anatole Buisson
Psychedelisch, poetisch, poppig: Anatole Buisson mixt französische Ironie mit Tanzbeats und absurden Alltagsbeobachtungen. Ob skurrile U-Bahn-Romantik oder politische Grooves – alles produziert im Schlafzimmerstudio. Inspiriert von Künstler*innen wie La Femme, L’Impératrice oder Philippe Katerine entsteht hier ein Sound, der bleibt: verspielt, verschroben, verführerisch.